Physiotherapie Heimann
Patric Heimann
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News

Heilmittel-Richtlinie

Das Inkrafttreten der überarbeiteten Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte wird um ein Quartal verschoben: Neuer Stichtag ist der 1. Januar 2021. Das gab der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach seinem Beschluss am 3. September 2020 bekannt. Ursprünglich war das Inkrafttreten der Heilmittel-Richtlinie und der Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte für den 1. Oktober 2020 geplant.

Der G-BA reagierte mit seinem Beschluss auf einen Antrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Bisher hätten nur wenige Anbieter das notwendige Zertifizierungsverfahren für die entsprechend angepasste Praxisverwaltungssoftware durchlaufen. Die KBV befürchtete, dass am 1. Oktober 2020 die notwendige Aktualisierung der jeweiligen Praxisverwaltungssoftware nicht flächendeckend zur Verfügung stehen würde. Durch eine veraltete Praxissoftware würden fehlerhafte Heilmittelverordnungen ausgestellt, was wiederum zu einem erhöhten Prüfaufwand bei den Heilmittelerbringern führe. Eine ordnungsgemäße Umsetzung der neuen Vorgaben wäre somit nicht sichergestellt. Um die Neuerungen in der Heilmittelversorgung trotz der Verzögerung in der vertragsärztlichen Versorgung einheitlich zu etablieren, verschob der G-BA als Folgebeschluss auch das Inkrafttreten der überarbeitetem Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte auf den 1. Januar 2021.

Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Heilmittelverordnung Nach Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) im Mai 2019 hatte der G-BA die Heilmittel-Richtlinie sowie die Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte an die gesetzlichen Änderungen angepasst: Zu den wichtigsten Punkten zählt die Einführung einer „orientierenden Behandlungsmenge“. Dies bedeutet, dass die im Heilmittelkatalog angegebene Höchstmenge an Behandlungseinheiten bei der zahnärztlichen oder ärztlichen Verordnung nur noch als Orientierung gilt. Sofern medizinisch erforderlich, können weitere Einheiten verordnet werden, auch ohne vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse. Neben gesetzlich notwendigen Anpassungen verlängerte der G-BA zudem die Gültigkeit von Heilmittelverordnungen von 14 auf 28 Tage. Die im September 2019 beschlossene Reform der Heilmittelversorgung sollte zum Stichtag 1. Oktober 2020 in Kraft treten. Ziel der einjährigen Vorlaufzeit war es, einen reibungslosen Übergang von der „alten“ zur „neuen“ Heilmittel-Richtlinie zu gewährleisten. Auswertungen der KBV mit Stand August hatte gezeigt, dass nur wenige Hersteller vollständig für den Start zum 1. Oktober vorbereitet waren. Für rund ein Viertel der Softwareprodukte, für die eine Zertifizierung angekündigt waren, hatten die Hersteller noch keine Unterlagen eingereicht.

Die Beschlüsse zur Terminverschiebung  treten nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Corona-Zeit: Jeder Vierte treibt weniger Sport

Etwa jeder Vierte treibt während der Corona-Zeit weniger Sport als vorher (26 Prozent). Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Forsa-Umfrage "Corona 2020" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Bei einigen Menschen sorgen die Veränderungen des Lebensalltags durch die Corona-Pandemie hingegen dafür, dass sie mehr Sport treiben: 13 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nun sportlich aktiver sind. Bei Erwerbstätigen, die im Home-Office arbeiten, waren sogar 23 Prozent sportlicher unterwegs als vorher. Beim überwiegenden Anteil von 60 Prozent hat sich die Häufigkeit des Sporttreibens während Corona nicht verändert.

"Durch die Corona-bedingten Einschränkungen fielen viele sportliche Aktivitäten weg - Fitnessstudios und Schwimmbäder waren geschlossen sowie Vereins- sowie Betriebssportangebote wurden abgesagt. Freizeitsportler mussten sich zunächst neue Alternativen suchen und ihre Gewohnheiten anpassen, zum Beispiel auf Onlineangebote zurückgreifen", sagt Wiebke Arps, TK-Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement.

"Was wir in den Ergebnissen aber auch sehen: Als Ausgleich zum eingeschränkten Sportangebot ist Spazierengehen während der Corona-Pandemie deutlich beliebter geworden", berichtet Arps. So gab fast jeder Zweite in der Umfrage an, häufiger spazieren zu gehen als vorher (45 Prozent). Besonders Erwerbstätige im Home-Office haben das Spazierengehen für sich entdeckt - 57 Prozent dieser Gruppe gehen nun häufiger spazieren. "Egal ob Spaziergang, Joggen oder Onlinetraining, jede Art von Bewegung ist gut. Wichtig ist, dass man etwas findet, das Freude bereitet und das man regelmäßig ausüben kann, auch in Corona-Zeiten", so Arps.

10.09.2020 DGA | Quelle: Techniker Krankenkasse

Schlaflos im Sommer? So trotzen Sie der Hitze im Schlafzimmer

Müde, gereizt, unproduktiv - Jede Rekord-Hitzewelle sorgt bei vielen Menschen für unruhige und schlaflose Nächte. Das beeinflusst nicht nur die Stimmung und Leistungsfähigkeit am Tag, sondern kann langfristig auch negative Folgen für die Gesundheit haben. Schlafmangel schwächt das Immunsystem, mindert die Konzentration und beeinflusst auch den Stoffwechsel sowie das Herz-Kreislauf-System. Fehlt die nächtliche Ruhepause, steigt das Risiko für Bluthochdruck und Übergewicht. Im schlimmsten Fall gesellen sich zur Müdigkeit durch den unruhigen Schlaf noch Verspannungen hinzu. Die Aktion Gesunder Rücken e. V. erklärt, wie Sie in warmen Sommernächten besser in den Schlaf finden.

1. Die richtige Bettdecke wählen

Für die Schlafqualität ist besonders im Sommer das richtige Bettklima wichtig. Dabei spielt die Wahl der richtigen Bettdecke eine entscheidende Rolle. Ist die Decke zu warm, sorgt dies für übermäßiges Schwitzen. Dadurch schlafen wir nicht nur unruhig, sondern riskieren auch Rückenschmerzen und Muskelverspannungen im Nacken, sobald kühle Zugluft auf den verschwitzen Körper trifft. Spezielle thermoregulierende Bettdecken leiten Wärme und Feuchtigkeit optimal ab, sorgen für ein konstantes Schlafklima und tragen so zu einer ruhigen Nacht bei. Für Bettwäsche und Pyjama greifen Sie besser auf leichte kühlende Stoffe zurück.

2. Räume richtig lüften und Zugluft vermeiden

Aufgrund der Hitzewelle staut sich aktuell in vielen Wohnungen die Wärme. Auch das bereitet vielen Ein- und Durchschlafprobleme. Gründliches Durchlüften, mit weit geöffneten Fenstern, ist nicht nur für ein angenehmes Schlafklima wichtig, so kühlen sie die Raumtemperatur auch am schnellsten herunter. Dafür eignen sich besonders die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Tagsüber halten Sie Fenster und Rollos besser geschlossen, damit sich das Zimmer möglichst wenig erwärmt. Viele greifen zur schnellen Abkühlung auf Klimaanlage oder Ventilator zurück. Beides eignet sich aber nur für einen kurzzeitigen Einsatz und sollte auf gar keinen Fall in der Nacht neben dem Bett stehen. Denn starke Zugluft, auch durch geöffnete Fenster, sollten Sie im Schlafzimmer während sie schlafen vermeiden. Sonst kühlen Nacken und Rücken aus und Verspannungen können die Folge sein.

3. Den Körper nicht mehr zu sehr belasten

Damit der Körper sich auf die nahende Nachtruhe einstellen kann, sollte er am Abend nicht mehr auf Hochtouren arbeiten müssen. Vermeiden Sie daher intensiven Sport vor dem Zubettgehen, da dieser den Kreislauf zu stark anregt. Achten Sie zudem auf ein möglichst leicht verdauliches Abendessen und vermeiden Sie Alkohol. Dieser setzt dem Körper unnötig zu und kann einen unruhigen Schlaf begünstigen. Grundsätzlich gilt: Immer ausreichend Wasser trinken.

08.09.2020 DGA | Quelle: Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V.

Kognitives Training nötig um Folgen von Alkoholsucht dauerhaft zu beheben

Fast jeder Erwachsene trinkt Alkohol. Etwa 12% der Menschen in Deutschland trinken sogar so viel, dass sie ihre Gesundheit gefährden und rund 1,8 Millionen gelten als abhängig. So die aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit. „Nicht jeder, aber viele sind suchtgefährdet“, sagt Dr. Sabine Ladner-Merz. Das erklärt, warum die Zahl von Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit so hoch ist. Sie hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie diesen Menschen besser geholfen werden kann, ihre häufig geminderten kognitiven Fähigkeiten zurückzuerlangen. Eine von ihr durchgeführte Studie belegt den positiven Einfluss ergotherapeutischer Interventionen in diesem Zusammenhang.

Jeder Mensch hat Schwächen. Die Lust auf Alkohol ist eine der am weitesten verbreitete: Für die meisten gehört es einfach dazu, in Gesellschaft zu trinken. Was für den einen Genuss ist, kann für den anderen jedoch eine Gefahr darstellen. Die Ursachen einer (Alkohol-)Sucht sind auf genetische Unterschiede, aber auch auf die jeweiligen Lebensumstände oder das soziale Umfeld zurückzuführen. In aller Regel sind es Erwachsene im erwerbsfähigen Alter, die unter ihrer Alkoholsucht leiden, ihre Rolle im Beruf und in der Familie nicht mehr aus- und erfüllen können. Geschweige denn ihren Anforderungen an sich selbst gerecht werden. Diesen Menschen steht professionelle Hilfe zu. Das – auch aus volkswirtschaftlichen Gründen – erklärte Ziel: Sie in Entzugskliniken und Reha-Einrichtungen wieder fitzumachen für den Alltag.

Gruppentraining: effektiv und kostenfreundlich Bewährt haben sich dabei Bewegung und handwerkliches Arbeiten. Bei der Rehabilitation von Menschen mit einem krankhaften Alkoholkonsum erachtet die Ärztin Ladner-Merz darüber hinaus einen weiteren Aspekt als eminent wichtig: das Hirnleistungstraining. „Alkohol verursacht häufig Hirnleistungsstörungen. Die kognitiven Fähigkeiten, also die Denk- und Wahrnehmungsvorgänge, sind bei Menschen, die viel oder regelmäßig Alkohol trinken oft stark beeinträchtigt“, weiß sie und erklärt: „Abstinent zu sein bewirkt jedoch nicht, dass die Menschen sich wieder erholen und von alleine ihre kognitiven Fähigkeiten zurückerlangen“. Dazu verordnen Ärzte ihren Patienten mit einem Alkoholproblem üblicherweise Hirnleistungstraining, eine ergotherapeutische Leistung. Hirnleistungstraining findet in der Gruppe statt und erfüllt damit die Anforderung der Kostenträger an ein budgetfreundliches Verhalten von Ärzten. Vor allem aber ist es besonders effektiv, denn die speziell geschulten Ergotherapeuten regen mit ihren ausgefeilten Fragetechniken das Denkvermögen und die Diskussionsfreude der Teilnehmenden wirkungsvoll an. Sie inspirieren die Gruppe, so dass jeder Einzelne über Dinge und Sachverhalte aus dem Alltag nachdenkt, kombiniert, spekuliert und auf diesem Weg seine Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken kontinuierlich verbessert. Das Gedächtnis wird trainiert: sich etwas merken, Informationen abrufen und Antworten formulieren. Bildlich ausgedrückt: Die ‚Hirnautobahnen‘ werden schneller.

Rückkehr in Berufs- … Wer nach einer alkoholbedingten Auszeit in seinen Beruf zurückkehren und dort wieder erfolgreich Fuß fassen möchte, muss vor allem eines aufweisen: geistige Fitness. Dass diese überhaupt und schneller durch das beschriebene sozialkommunikative Training zurückkehrt, hat Dr. Ladner-Merz in ihrer Studie belegt. „Das Gedächtnis und die Exekutivfunktionen, mit denen die Menschen ihr Verhalten steuern, sind ebenso wie die kommunikativen Fähigkeiten, also Wortfindung und Wortflüssigkeit, bei fast allen Menschen mit einer Suchtproblematik beeinträchtigt; das haben wir gemessen“, weist Ladner-Merz auf die Ausgangssituation ihrer Untersuchungen hin. Nach der ersten Phase der Abstinenz und einem Strukturierungsprogramm mit Betätigungs- und Sportangeboten zeigten erneute Messungen, dass die Gedächtnisleistungen der Studienteilnehmer ohne entsprechendes Training sogar zurückgingen. Umso erfreulicher die Resultate nach der nächsten Phase, in der die Teilnehmenden zusätzlich zum bisherigen Programm kognitives Training nach Dr. Franziska Stengel durch Ergotherapeuten erhielten und so ihre Hirnleistungen stärken und verbessern lernten. Die kognitiven Defizite gingen zurück, 43% der Teilnehmenden hatten gar keine Hirnleistungsstörungen mehr. Und das bereits nach drei Monaten.

… und Privatleben Ergotherapeuten begleiten Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit während der gesamten Zeit ihrer Rehabilitation und Genesung und fungieren noch während der Wiedereingliederungszeit als starker Mentor an ihrer Seite. Gleichzeitig bahnen sie die Rückkehr in das frühere (Privat-)Leben, das jedoch auf keinen Fall wieder so aussehen darf wie zuvor, an. Auch hierbei kommt den Ergotherapeuten eine Schlüsselrolle zu. Sie sind Spezialisten für den Alltag und bereiten die Menschen, die ein Alkoholproblem hatten darauf vor, ihr altes Leben derart umzugestalten, dass sie mit allen Hindernissen und Ereignissen klarkommen werden, die auf sie warten. Ein Hauptaspekt: Der Alkohol. Getreu dem Motto, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, durchleuchten Ergotherapeuten die früheren Gewohnheiten. Alte Rituale, etwa nach der Arbeit auf die Couch und die Flasche Wein öffnen, sind im ‚Leben danach‘ passé. Gemeinsam mit der betroffenen Person entwickeln Ergotherapeuten Ideen für alternative Möglichkeiten. Vielleicht bekommt die alte Couch einen neuen Platz oder es kommt gleich ein neues Entspannungsmöbel her. Und ein Ersatzgetränk. Oder eine Ersatzhandlung. Oder wenn derjenige dazu in der Lage ist: kontrolliertes Trinken. So, wie es für den Betroffenen oder „Klienten“ wie Ergotherapeuten ihre Patienten auch nennen, passt. Denn die Maxime von Ergotherapeuten lautet: Klientenzentriert, an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Ressourcen des jeweiligen Menschen angepasst zu handeln und auf Augenhöhe, gemeinsam und respektvoll miteinander an Lösungen zu arbeiten.



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